Judo-was ist das? Und wer sind wir?

Judo im Kodokan Vetschau

In unserem Verein wird ein sportliches Judo mit dem Ziel der Teilnahme an Wettkämpfen gepflegt. Dafür steht uns eine vollwertige Turnhalle zur Verfügung, sodass auch das Konditionstraing nicht zu kurz kommt.

Unser Verein ist Mitglied im deutschen Judobund, der ca. 200.000 Mitglieder in über 2600 Vereinen vertritt. Das gibt unseren Sportlern die Garantie, daß die bei uns abgelegten Gürtelprüfungen in ganz Deutschland und darüber hinaus anerkannt werden. Außerdem veranstalten die DJB-Vereine viele Turniere, sodass man das Gelernte anwenden kann, sooft man möchte.

 

Der Verein Kodokan Vetschau existiert inzwischen seit 50 Jahren, und konnte in dieser Zeit zahllose Erfolge bei Turnieren erringen. Derzeit trainieren  6 Judoka (Eric, Vincent, Vivien, Anne, Leon und Oliver) an der Eliteschule des Sports Frankfurt/Oder, was als Gütesiegel für unsere Trainer angesehen werden kann.

Die 10 Judowerte

  • Höflichkeit
  • Hilfsbereitschaft
  • Ehrlichkeit
  • Ernsthaftigkeit
  • Respekt
  • Bescheidenheit
  • Wertschätzung
  • Mut
  • Selbstbeherrschung
  • Freundschaft

bilden den Leitfaden für unser Handeln. Neben dem Training pflegen wir auch den geselligen Umgang miteinander – die Eltern der Kinder und Jugendlichen bilden das Rückgrat unseres Vereinslebens. Wir halten aber nichts von Vereinsmeierei..

Schaut doch mal auf ein Probetraining vorbei!

Judo- was ist das?

 

So lange es Menschen auf der Erde gibt, wurden Kämpfe ausgetragen. Und immer versuchten die Kämpfer, sich durch besondere Techniken, Tricks und Kniffe einen Vorteil zu verschaffen.

Die Ägypter pflegten schon vor 2500 Jahren das Ringen. Im alten Griechenland gab es einen freistilähnlichen Zweikampf. Im Gebiet des heutigen Russland ist das Sambo zu Hause.

In Japan existierten wegen seiner von vielen kriegerischen Auseinandersetzungen geprägten Geschichte viele waffenlose Kampftechniken. Die hierzulande wohl bekanntesten sind wohl Ju-Jutsu, Karate und das Sumo-Ringen.

Übrigens durften der Legende nach die Palastwachen des japanischen Kaisers keine Waffen tragen. Um dennoch die Sicherheit zu gewährleisten, waren sie ausgezeichnete Jiu-Jitsu Kämpfer! Tatsache ist aber, dass die Samurai, die japanischen Ritter, neben der Kunst des Schwertkampfes (Ken Juitsu) auch immer Jiu-Jitsu erlernten. Die „Kampfkunst der leeren Hand“ (frei übersetzt) wurde vor dem gemeinen Volk geheim gehalten. Das führte auch dazu, dass den Samurai magische Fähigkeiten nachgesagt wurden, weil sie den Gegner durch die Luft fliegen lassen konnten…..

Im 19.Jahrhundert gerieten nicht zuletzt wegen der intensiver werdenden westlichen Einflüsse viele alte japanische Kampftechniken fast in Vergessenheit.

 Entstehung des Judo

Jigiro Kano hat bei den wichtigsten Jiu-Jitsu (das ist nicht gleich Ju-Jutsu ;)) Meistern seiner Zeit gelernt, und fasste die wichtigste Techniken in der Gokyo zusammen. In der Gokyo sind die wichtigsten vierzig Würfe aufgeführt.

Im Jahre 1882 gründete Jigiro Kano den Kodokan Dojo, die erste Übungsstätte für Judo.

Jigiro Kano demonstriert den Uki-Goshi

Den endgültigen Durchbruch erzielte die neue Kampftechnik, als Judo für das Training der japanischen Polizei eingeführt wurde. Die Entscheidung hierrüber fiel übrigens in einem nicht ganz unblutigen Kampf der Kodokan-Schüler gegen den schärfsten Konkurrenten, den Ryu Jûjûtsu Dojo.

Auch heute noch wird eine verschärfte Form des Judo in der japanischen Polzei, und besonders in den Spezialeinheiten gelehrt. Diese Spielart des Judo wurde zur besseren Unterscheidung in Taiho Jûtsu umbenannt.

 Judo in Deutschland

In Europa wurden die japanischen Kampftechniken um 1900 „entdeckt“. Das hing unter anderem mit dem Besuch eines Kriegsschiffes der japanischen Flotte in Deutschland zusammen. Bei dieser Gelegenheit führten Mitgliefer der Besatzung dem deutschen Kaiser ihre Jiu-Jitsu Künste vor, von denen Wilhelm II. so begeistert war, das er Jiu-Jitsu Unterricht an verschiedenen Offiziersschulen einführte.

Im Jahr 1906 wurde von Erich Rahn die erste Jiu-Jitsu Schule eröffnet. Bis zum Jahr 1932 wird in Deutschland vorrangig Jiu-Jitsu betrieben. Am 7. bis zum 12.8.1932 findet in Frankfurt / M die erste Judo-Sommerschule statt, in deren Ergebnis der deutsche Judo-Ring gegründet wurde. Erster Vorsitzender war Alfred Rhode.

Im Jahre 1933 wurde der Name Judo offiziell in Deutschland eingeführt. Jigiro Kano besuchte in diesem Zeitraum Deutschland, und unterrichtete in München und Berlin.

Nach dem 2.Weltkrieg wurde Judo als Kampfsport für einige Jahre durch die Allierten verboten.

Ab 1948 begann die Aufbauarbeit wieder in kleinen Gruppen. Im Jahr 1952 wurden dann die ersten Landesverbände gegründet.

Im Jahr 1964 fanden die ersten olympischen Spiele in Tokio statt, Judo wurde olympisch. Übrigens gewannen deutsche Sportler gleich dort je eine Silber- und eine Bronzemedallie (Hofmann, Glahn).

Heute gibt es in Deutschland mehr als 200.000 Judoka, die in rund 2700 Vereinen organisiert sind.

 

Für wen eignet sich Judo als Sportart?

 

Judo ist für jedermann geeignet, ob groß oder klein, ob dick oder dünn, ob Leistungs- oder Hobbysportler.

Wer sich fit halten möchte, findet viele Möglichkeiten, von der Verbesserung seiner Techniken und entsprechender Gürtelprüfungen bis hin zur Selbstverteidigung oder der Judo-Kata, einer besonderen Form der Technikdemonstration.

Für Wettkämpfer/innen gibt es zahlreiche Vereinsturniere und offizielle Meisterschaften von Kreis- bis zur Bundesebene.

Für Kinder ab ca. 5 Jahren ist Judo eine ideale Sportart zur Schulung von Koordination, Motorik und Kondition. Den Judoka werden Werte wie Disziplin, Respekt, Höflichkeit und Willensstärke vermittelt.Judorolle für Fortgeschrittene

Nicht zuletzt die Fähigkeit, sich zu wehren, trägt zur Stärkung des Selbstbewusstseins bei.

Besonders talentierte Schüler haben die Möglichkeit, ab der 7. Klasse an einer der beiden Eliteschulen des Sports im Land Brandenburg, Frankfurt/ Oder und Potsdam, aufgenommen zu werden. Die Entscheidung über die Aufnahme wird nach sportlichen Erfolgen sowie nach einem dreitägigen Leistungstest direkt an der Sportschule getroffen.

 

 

 

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